“Natürliche” (Un)Ordnung

Was für ein Titel!

Ich bin heute auf einem Artikel auf der Website der Tagesschau(*1) gestoßen, in welchem es um die Frage geht: Wie umgehen mit Wölfe die sich langsam wieder in der Bundesrepublik heimisch fühlen? Der Artikel an sich ist relativ nüchtern und stellt alle Positionen dar, die es in der politischen Debatte gerade zu geben scheint. Soweit alles in Ordnung.

Ganz anders der Bereich der Kommentare. Ob mich das überrascht? Natürlich nicht. Doch mindestens verwunderlich mag das ungetrübte Auge etwas in der Debatte erkennen!

Es ist betrüblich zu lesen, das einige Benutzer im Kommentarbereich, glücklicherweise nicht alle, es scheinbar nicht verstehen und/oder nicht verstehen wollen: Straßen waren nicht von Anbeginn der Zeit vorhanden, ebenso wenig Autos, Zäune und Schäfer. Diese wunderschöne, schwarz oder graue Verzierung der Landschaft haben wir hervorgebracht und somit, rein ursprünglich, zu erst in die Natur eingegriffen.

Erstaunlich ist nun aber, wenn im Kommentarbereich davon gesprochen wird, der Wolf muss verschwinden, da er ein Ungleichgewicht, wirtschaftliche Schäden oder werweißsonstnochwas hervorzubringen vermag. So zumindest in der Theorie. Im Endeffekt ist es wie mit Jägern. Sie sorgen dafür, das der Wildbestand und alles Drumherum irgendwo im Gleichgewicht bleibt – in der Theorie und einem IST-Zustand nach richtig. Jetzt müssten wir uns jedoch die Frage stellen und gefallen lassen: Wer hat im ersten Moment für dieses Ungleichgewicht gesorgt?

Ein Spiegel liefert möglicherweise Antworten. Ursachenforschung sieht jedenfalls anders aus, oder?

– Kevin

(*1) Ein *Klick mich* für die Tagesschau.