Es lohnt sich auch…

… nur kurze Momente zu nutzen für Bilder oder Spaziergänge. Ich war die Tage für einen kurzen Moment von weniger als einer Stunde in Potsdam Park Sanssouci unterwegs. Viele Bilder hatte ich nicht gemacht, doch die, die entstanden sind, mit diesen bin ich durchaus zufrieden. Darunter war auch dieses Bild einer Nebelkrähe entstanden, die sich fleißig präsentiert hatte. Als Brennweite dienten 135 mm in Form eines einfachen, alten 4-Linsen Objektivs.

Was lernen wir dabei? Es lohnt sich, trotz langer Anreise, auch für kurze Momente einfach die Zeit draußen zu verbringen. Vielleicht gibt es ja auch erst keine Anreisezeit, wenn es vor der eigenen Haustür losgeht.

Liebe Grüße wünscht
Kevka Bluebird.

Motive und die Suche nach Anleitung

Priwjet!

Kürzlich bin ich über ein Beitrag auf kwerfeldein.de gestolpert, welcher schon etwas älter ist und mein Interesse geweckt hatte. Im Beitrag ging es um die Nähe zu Motiven innerhalb der Landschaftsphotographie, die sich vor der eigenen Haustür fanden ließen und keinerlei großer Reise bedürften. Ein im Kern also interessanter Ansatz, der mir nicht gänzlich unbekannt war. Es kam jedoch gedanklich die Frage auf, da Starter im Netz häufig nach sogenannten Tutorials suchten oder es ihnen nach Inspiration für Motive durstete, diese dann bei YouTube und Distributionskonsorten fanden, sich nicht durch Selbige etwas in die Irre führen ließen und einer Enttäuschung anheim fallen könnten, alsbald die Inspiration der Motive (und Erklärungen) durch Videos oder Blogs, auf die harte Realität vor der eigenen Haustür traf.

Andererseits war dies natürlich auch eine Möglichkeit, sich eventuell schneller dem Prozess der Entwicklung hinzugeben, wenn die erwarteten Ergebnisse nicht den erhofften Ergebnissen entsprachen und die Anstrengungen nach Motivwahl und -suche zwangsweise gesteigert werden mussten. Von der Möglichkeit des “Hinwerfens” mochte ich nicht sprechen, da selbige stets keine gute Möglichkeit darstellen würde. Warum? Alles Schaffende an Werke ist beständig stets willkommen und bringt die Möglichkeit mit, sich aus den gleichfarbigen und gleichartigen Ergebnissen der Photographie zu befreien, wo andere Photographen zu häufig und zu schnell doch landen würden. Immer dann, wenn die Kasse ab einem bestimmten Punkt regelmäßig Einnahmen an den durstigen Strand spülte und Experimente zum gefährlichen Wagnis wurden. Hier wurde dann gerne abgewogen, ob Experiment oder finanzielle Sicherheit und Mehrung des Geldes dem Schaffenden wichtiger war. In einer von Geld durchsetzten, pathologischen Welt überwog dann – wenig verwunderlich – die zweite Waagschale. Die finanzielle Sicherheit.

Doch war es nicht gerade für Schaffende wichtig, sich dem Experiment hinzugeben? Sich als Schaffender von allen Ketten zu befreien und künstlerisch umzusetzen, was einem im Kopf herumschwirrte? Sich gerade nicht dem Fließband hinzugeben, an welchem schon viele, viele leere Hüllen Schaffender roboterhaft sitzen, das Fließband preisen und auspreisen lassen? Die Kunst bedarf, so wieder mein Gedanke dazu, eines Motors der ständigen Unruhe. Eine Unruhe die Gleichmacherei zu verhindern und bekämpfen wusste.

Raus also vor die eigene Haustür und auf in Richtung Motiv! Nicht krampfhaft, sondern frei von den Ketten des Gleichnisses und fort von Videos und Tutorials, die einem bereits ein Bild – das eine, selbsttragend wahre Bild eines Einzelnen oder einer Gruppe – einimpfen wollten.

Das gilt selbstredend auch für meine Beiträge!

Kunst und Lehre wünscht
Kevin Xyndrac.

Hey, Hersteller! Produktpflege ist cool!

Liebe, profitorientierte Hersteller!

Wenn ich mir die News in der Photographieszene anschaue und feststelle, welche Produktpflege eure neuen Kameras genießen – Software – bin ich doch immer wieder erstaunt, was sich nachträglich alles einbauen bzw. verbessern lässt. Ich habe da ein Vorschlag für euch, womit ihr gleichzeitig euren Ruf für ein vertrauen- und zukunftsorientiertes Unternehmen verbessern könntet:

Hört nicht auf, auch für ein oder zwei Generationen zuvor Updates auszuliefern!

Insbesondere wenn ich mir MagicLantern anschaue, bin ich doch immer wieder überrascht, was rein auf Softwarebasis alles umsetzbar ist und welche Funktionsbereicherungen Einzug in eine teils alte Kamera halten können. Mir ist natürlich, wie die Begrüßung verlautbaren lässt, bewusst, dass das unschicklich für ein kapitalistisches Unternehmen wäre, sich um die eigenen, älteren Produkte zu kümmern. Nicht das noch ein Konsument auf den Gedanken kommt, kein Umstieg auf ein neues Gerät zu wagen, weil das Altgerät dank Updates noch Potenzial hat. Ja, da heißt es dann vermutlich Abstriche machen, solltet ihr diesen Sprung wagen.

Oder was haltet ihr davon, bestimmte Updates via einer kleinen Gebühr einzuführen? So dass sich die Softwareentwicklung rechnet? Denn darauf kommt es ja immer an in unserer kapitalistischen Welt. Etwas muss sich rechnen, sonst fällt es vornüber. Doch dies ist ein anderes Kapitel.

Denkt zumindest mal drüber nach – es könnte viel Gutes bedeuten. Für normale Konsumenten und für die Umwelt.

Wundervolle Grüße wünscht
Kevin.

p. s. Frohes Neues Jahr 2019 an alle Leser, ja – ist spät! Hab Januar mit einem Beitrag verpasst.

Werbung statt Inspiration

Hin und wieder gibt es kleine, blasse Perlen. Perlen mit Inhalt!

Hin und wieder bin ich in einem Geschäft für Zeitschriften, Zeitungen und andere Presseartikel unterwegs und denke dabei: “Och! Schaust du mal, was es zum Thema Kunst, Kultur und Photographie gerade gibt.”

Die Auswahl selbst ist natürlich umfangreich und es gibt quantitativ nichts zu bemängeln. Das Bewusstsein für Mängel beginnt erst, wenn wir uns die Zeitung oder das Magazin genauer anschauen. Das Printprodukt begrüßt uns oft mit einem einladenden Cover, was erstmal selbstverständlich ist, immerhin möchte sich das Produkt verkaufen, richtig? Meist folgt ein Vorwort und knapp im Anschluss das Inhaltsverzeichnis. Hier lässt sich bereits das ein oder andere ‘Meh!’ gedanklich provozieren. Es ist bei einigen Printprodukten schlicht voll von irgendwelchen Tests von allerhand Gerätschaften. Warum?

Blättern wir weiter, steckt zwischen einigen interessanten oder weniger interessanten Berichten auch noch Unmengen an Werbung. Für ein Printprodukt das gut und gerne zwischen 10 bis 15 Euro kostet. Insbesondere für Studenten, wie ich es bin, eine nicht unbeachtliche Summe die da gezahlt werden muss.

Liebe Verlage, mögt ihr in Zukunft vielleicht weniger Tests und Werbung für Technik in eure Hefte drucken? Ihr gebt euch allerhand tolle Titel. Ihr gebt euch seriös. Eure Autoren schreiben wundervolle Berichte über kulturelle Ereignisse, Ausstellungen und Erfahrungen. Alles aber ist vergessen, wenn auf einer großen Seite mir wieder irgendein deutscher Hersteller mit “L” im Namen seine teure Ausrüstung verkaufen mag. Es reißt ein Leser einfach raus, versteht ihr?

Kunst und Lehre!
_Kevin

Falls es wem interessiert: Das Coverbild ist mit einem Smartphone auf meinem Rückweg von der Universität entstanden. Das Gerät ist von einem amerikanischen Hersteller der mit einem eigenen Betriebssystem punkten wollte und nur im PC-Markt ein Quasimonopol inne hat. Blende 1.9, 1/33 Sek bei ISO 250 und “entwickelt” (haha!) direkt auf dem Smartphone.

Über die kleine Notwendigkeit des Gesprächs

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Gedanken in einer illustren Runde am Tisch bei guten Wetter und einem gemeinsamen Umtrunk entstehen können. Manchmal sind es sehr ausführliche, sehr tiefe Gespräche die dann geführt werden zur Leidenschaft Photographie oder es sind ganz einfache Ein-Satz-Antworten die eine Lösung für etwas darstellen.

So geschehen als ich über meine Wildlifephotographieversuche sprach und erklärte, dass das natürlich gut und gerne Stunden dauert, bis sich die Tierwelt an einer Lokation wieder beruhigt hat um dann selbst Bilder selbiger zu erstellen. Da kam dann die Antwort, doch das Smartphone als Fernauslöser zu nutzen, wenn die eigene Kamera diese Funktion doch unterstützt und sich selbst ins Dickicht zu begeben oder zu verstecken.

Ja! Das ist natürlich möglich und irgendwie hatte ich an diese einfache Möglichkeit nicht gedacht. Es gibt nur ein Problemchen:

Bei der Nutzung der Fernauslösung entsteht auf der SD-Karte kein RAW-Bild, sondern ein vollaufgelöstes JPEG. Doch eine Lösung scheint greifbar nahe zu sein, wenn ich mich durch das Netz angele und es scheinbar nur eine “Einstellungssache” ist, da die App die Grundeinstellungen der Kamera schlicht überschreibt und es somit ein zweites Profil braucht. 

Ach und noch etwas neues habe ich erfahren. Sie heißen “Smombies”. Diejenigen, die unsere Welt immer mehr bevölkern.