[Philo] Das Konstrukt vom Konstrukt

Heute wieder eine kurze, eher philosophische Sache. Etwas “aus dem Leben” Gegriffenes.

Es ist spannend und erfahrungsreich zugleich, welchen Personen wir im Laufe unseres Lebens begegnen. Wie wir sie schätzen lernen oder weniger schätzen lernen. Sie fremd oder bekannt erscheinen. Interessant oder Uninteressant für uns sind. Oder sich all diese Eigenschaften und viele weitere mit der Zeit erst ausbilden. Das Bekannte wird zum Fremden oder vice versa.

Im Studium hatten wir uns zuletzt sehr ausführlich und interessiert über allerhand gesellschaftliche Konstrukte unterhalten. All die Tatsachen, die wir als solche zumindest meinen, wahrnehmen zu können. Religion, Nationalität, Grenzen. Nur um ein paar Beispiele von Konstruktionen zu nennen die im Geiste allein ihre Daseinsberechtigung erhalten. Jedoch scheint insbesondere die “Rolle” die einem durch die Gesellschaft zugewiesen wird, je nach eigener Sicht, ein besonders starkes und akzeptierendes Maß zugeschrieben. Oder die Rolle wird abgelehnt.

Wird sie abgelehnt?

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Experimente und Selbstdarstellung

Hello again!

Ich habe mittlerweile an die Stunde Videomaterial zusammengesammelt und im Hinterkopf stets das Ziel gehabt: Wird Zeit für ein neues Video. Soweit ist es jedoch nie gekommen bisher und das lag meist daran, das ich mit meinem Quellmaterial bei der Sichtung daheim unzufrieden war. Es fehlte dieser “Kick” den ich mir von Videos irgendwie wünsche.

Das heißt, weiter am Stil und Möglichkeiten feilen und zusehen, das es irgendwie einen Fortschritt gibt, nicht?

Ganz umsonst waren die ganzen Tage jedoch nicht. Ich fand auf einer unbekannten Wanderroute einen interessanten Nebenpfad und irgendwie fehlte selbigen etwas. Wechselhaftes und schwieriges Licht war durchaus vorhanden und ebenso diverse Texturen. Irgendwie hab ich noch nicht das gefunden, womit ich absolut zufrieden wäre und ein Zwischenfazit sieht wie folgt aus:

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[Philo] Doch “nur” ein Tier?

Musik, Malerei und Sport – Spiel und Imponieren
Sprache, Denken und Selbstreflexion – Planung
Forschen und Bauen – Werkzeuge
Konflikt und Ausgrenzung – Beute

Der geneigte Leser mag sich nun fragen, was diese fast schon wahllose Aneinanderreihung von Wörtern bezwecken mag. Die Antwort dazu vermag ich selbst nicht so richtig geben zu können. Es ist ein Gedanke, eine Verkettung die mich seit Wochen nun beschäftigt. Hintergrund ist die Lektüre philosophischer Texte und wissenschaftlicher Arbeiten durch die Universität und die oft betonte, meist gemeinte, selten unterdrückte Umschreibung der Überlegenheit des Menschen gegenüber der Tierwelt. Weil wir ‘denken’ können wir dies oder das. Weil wir denken, sind wir. Diese Reihe “überragend wirkender “menschlicher” Eigenschaften ließe sich nahezu endlos fortsetzen.

Worauf ich am Ende hinaus möchte ist jedoch die Frage, ob all diese Eigenschaften nicht am Ende doch nur eine, überwiegend von uns selbst wunderbar ausgestaltete, rein tierische Eigenheiten sind? “[Philo] Doch “nur” ein Tier?” weiterlesen

Künstliche Beschränkung durch analoge Photographie?

Der Trend zur analogen Photographie scheint immer stärker zu wachsen und wird an vielen Stellen unmittelbar aufgegriffen. Sei es in Zeitungen wie der „Photonews“ oder in verlinkten Beiträgen im Onlineportal „Heise-Foto“ (*1). Wenn ich mir die Beiträge anschaue, wird oft von Entschleunigung gesprochen. Sie soll – selbstverständlich – auch durch folgende Eigenheit entstehen: Der transportierte Film begrenzt die Zahl der Auslösung, im Vergleich zu heutigen Speicherkarten, rapide und der Photograph *muss* bewusster an seine Arbeit herangehen. Ein Löschen ist auch nicht einfach möglich vom Film.

Mir kam nun folgendes Gedankenexperiment: Ich nehme meine Kamera, die Bilder in der Größe von 22 – 30 MB produziert und kram in meinen alten Speicherkartenkisten nach 128 MB, 256 MB oder 512 MB SD-Karten herum. Schwupp! Habe ich auch nur eine sehr, sehr eingeschränkte Möglichkeit, Bilder abzuspeichern und muss nur noch die Selbstdisziplin aufbringen, kein Bild „zu löschen“ sondern damit zu leben: Karte (Film) voll!

Anderseits kann ich dann auch die Disziplin und Verlangsamung aufbringen, selbst bei einer 64 GB SD-Karte nur mit sehr wenigen Bildern in die heimischen vier Wände einzukehren. Wenn ich mich dem Akt der bewussten Bildgestaltung völlig hingebe, brauche ich eventuell auch keine „künstliche“ Beschränkung die mich dazu zwingt.

Ein verzwicktes Thema! Doch freut es mich, dass sich die analoge Photographie in einer Wiedergeburt befindet.

Liebe Grüße wünscht
Kevin.

(*1) Link zu c’t Foto: *klick hier, genau hier!*