Hey, Hersteller! Produktpflege ist cool!

Liebe, profitorientierte Hersteller!

Wenn ich mir die News in der Photographieszene anschaue und feststelle, welche Produktpflege eure neuen Kameras genießen – Software – bin ich doch immer wieder erstaunt, was sich nachträglich alles einbauen bzw. verbessern lässt. Ich habe da ein Vorschlag für euch, womit ihr gleichzeitig euren Ruf für ein vertrauen- und zukunftsorientiertes Unternehmen verbessern könntet:

Hört nicht auf, auch für ein oder zwei Generationen zuvor Updates auszuliefern!

Insbesondere wenn ich mir MagicLantern anschaue, bin ich doch immer wieder überrascht, was rein auf Softwarebasis alles umsetzbar ist und welche Funktionsbereicherungen Einzug in eine teils alte Kamera halten können. Mir ist natürlich, wie die Begrüßung verlautbaren lässt, bewusst, dass das unschicklich für ein kapitalistisches Unternehmen wäre, sich um die eigenen, älteren Produkte zu kümmern. Nicht das noch ein Konsument auf den Gedanken kommt, kein Umstieg auf ein neues Gerät zu wagen, weil das Altgerät dank Updates noch Potenzial hat. Ja, da heißt es dann vermutlich Abstriche machen, solltet ihr diesen Sprung wagen.

Oder was haltet ihr davon, bestimmte Updates via einer kleinen Gebühr einzuführen? So dass sich die Softwareentwicklung rechnet? Denn darauf kommt es ja immer an in unserer kapitalistischen Welt. Etwas muss sich rechnen, sonst fällt es vornüber. Doch dies ist ein anderes Kapitel.

Denkt zumindest mal drüber nach – es könnte viel Gutes bedeuten. Für normale Konsumenten und für die Umwelt.

Wundervolle Grüße wünscht
Kevin.

p. s. Frohes Neues Jahr 2019 an alle Leser, ja – ist spät! Hab Januar mit einem Beitrag verpasst.

Werbung statt Inspiration

Hin und wieder gibt es kleine, blasse Perlen. Perlen mit Inhalt!

Hin und wieder bin ich in einem Geschäft für Zeitschriften, Zeitungen und andere Presseartikel unterwegs und denke dabei: “Och! Schaust du mal, was es zum Thema Kunst, Kultur und Photographie gerade gibt.”

Die Auswahl selbst ist natürlich umfangreich und es gibt quantitativ nichts zu bemängeln. Das Bewusstsein für Mängel beginnt erst, wenn wir uns die Zeitung oder das Magazin genauer anschauen. Das Printprodukt begrüßt uns oft mit einem einladenden Cover, was erstmal selbstverständlich ist, immerhin möchte sich das Produkt verkaufen, richtig? Meist folgt ein Vorwort und knapp im Anschluss das Inhaltsverzeichnis. Hier lässt sich bereits das ein oder andere ‘Meh!’ gedanklich provozieren. Es ist bei einigen Printprodukten schlicht voll von irgendwelchen Tests von allerhand Gerätschaften. Warum?

Blättern wir weiter, steckt zwischen einigen interessanten oder weniger interessanten Berichten auch noch Unmengen an Werbung. Für ein Printprodukt das gut und gerne zwischen 10 bis 15 Euro kostet. Insbesondere für Studenten, wie ich es bin, eine nicht unbeachtliche Summe die da gezahlt werden muss.

Liebe Verlage, mögt ihr in Zukunft vielleicht weniger Tests und Werbung für Technik in eure Hefte drucken? Ihr gebt euch allerhand tolle Titel. Ihr gebt euch seriös. Eure Autoren schreiben wundervolle Berichte über kulturelle Ereignisse, Ausstellungen und Erfahrungen. Alles aber ist vergessen, wenn auf einer großen Seite mir wieder irgendein deutscher Hersteller mit “L” im Namen seine teure Ausrüstung verkaufen mag. Es reißt ein Leser einfach raus, versteht ihr?

Kunst und Lehre!
_Kevin

Falls es wem interessiert: Das Coverbild ist mit einem Smartphone auf meinem Rückweg von der Universität entstanden. Das Gerät ist von einem amerikanischen Hersteller der mit einem eigenen Betriebssystem punkten wollte und nur im PC-Markt ein Quasimonopol inne hat. Blende 1.9, 1/33 Sek bei ISO 250 und “entwickelt” (haha!) direkt auf dem Smartphone.

Über die kleine Notwendigkeit des Gesprächs

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Gedanken in einer illustren Runde am Tisch bei guten Wetter und einem gemeinsamen Umtrunk entstehen können. Manchmal sind es sehr ausführliche, sehr tiefe Gespräche die dann geführt werden zur Leidenschaft Photographie oder es sind ganz einfache Ein-Satz-Antworten die eine Lösung für etwas darstellen.

So geschehen als ich über meine Wildlifephotographieversuche sprach und erklärte, dass das natürlich gut und gerne Stunden dauert, bis sich die Tierwelt an einer Lokation wieder beruhigt hat um dann selbst Bilder selbiger zu erstellen. Da kam dann die Antwort, doch das Smartphone als Fernauslöser zu nutzen, wenn die eigene Kamera diese Funktion doch unterstützt und sich selbst ins Dickicht zu begeben oder zu verstecken.

Ja! Das ist natürlich möglich und irgendwie hatte ich an diese einfache Möglichkeit nicht gedacht. Es gibt nur ein Problemchen:

Bei der Nutzung der Fernauslösung entsteht auf der SD-Karte kein RAW-Bild, sondern ein vollaufgelöstes JPEG. Doch eine Lösung scheint greifbar nahe zu sein, wenn ich mich durch das Netz angele und es scheinbar nur eine “Einstellungssache” ist, da die App die Grundeinstellungen der Kamera schlicht überschreibt und es somit ein zweites Profil braucht. 

Ach und noch etwas neues habe ich erfahren. Sie heißen “Smombies”. Diejenigen, die unsere Welt immer mehr bevölkern.

Gepäck, Gewicht und Reduktion

Grüße!

Aktuell bastele ich wieder an meinem Objektivpark herum um etwas Gewicht hier und dort einzusparen. Als selbst auferlegtes Schicksal ist dies jedoch nur in einem geringen Rahmen systembedingt möglich, effektiv an Gewicht zu sparen. Insbesondere dann nicht, wenn ‘man’ für ein breites Spektrum an Situationen gewappnet sein möchte.

Worauf ich hinaus möchte?

Ich hab nichts mit diesem Blogbeitrag zu tun!

Ich versuche gerade herauszufinden, ob ich mit nur zwei Objektiven auskommen würde. Auf diesen Gedanken kam ich durch das sichten von anderen YouTube-Kanälen. Insbesondere unter Berücksichtigung der Filterfunktion um alle großen Namen zu filtern. Ihr wisst ja? Neue Ideen kommen selten von Alteingesessenen.

Dabei handelt es sich um zwei Zooms die sich in der Theorie gut ergänzen. Das Erste von einem leichten Weitwinkel startend bis in den Telebereich. Das Zweite startet genau dort wo das Erste aufhört und geht bis zu einem höheren Telebereich. Womit ich in der Theorie bereits viel abgedeckt habe. Sogar der “Makro”-Bereich wird vom Ersten Objektiv brauchbar abgedeckt.

Beide haben auch durchgehende Blende auf ihrem gesamten Zoombereich und bilden (sehr) gut ab. So das es wenig bis keine Nachbearbeitung in Sachen Bildschärfe bei hoher Auflösung bedarf. Womit mich beide Linsen immer wieder ins Erstaunen versetzen ob ihrer Qualität. Wie sagte es der Herr vom Fach in einem Video? Pauschal zu sagen, das Zooms grundsätzlich weniger gut abbilden (als Festbrennweiten), wäre zu kurz gedacht.

Alles supi also? Weiterlesen

[Photo] Mein kleiner Krieg mit der Peoplephotographie

“Der Mensch ist, zusammengefasst, Farbe und Leinwand gleichermaßen.”

Somit wohl auch unbestreitbar Teil eines künstlerischen Ausdrucks. Warum ich mich auf einen kleinen “Kriegspfad” mit der Peoplephotographie befinde? Sie ist, bis auf wenige Ausnahmen, eine dirigierte Form des Ausdrucks. Insbesondere in der Photographie von Modellen, welche Anweisungen erhalten um sich auf die eine oder andere Art zu verhalten. Das erinnert mich an einen Maler, der seinen Pinsel über eine Leinwand fährt und Farbe aufträgt. Die Farbe steht symbolisch für das Modell, der Pinsel für eine Steuerung der Ereignisse und der Maler? Der Maler, das sollte sich selbst erschließen, welche Rolle er in diesem gesteuerten Akt sich einverleibt. Selbstredend kann es auch beim Malen Abweichungen geben, die ungeplant waren. Jene jedoch halten sich zumeist auf ein nötiges Minimum beschränkt. Fehler sind vielleicht? auch ungern gesehen.

Stehe dort. Mache dies. Tue das. Nein. Ja. So stehen bleiben!

Viel zu viele Faktoren, meiner bescheidenen Einschätzung nach, auf die ich einen Einfluss nehmen kann. Auf meine Umwelt und somit das Wetter, die Landschaft, die Farbe der Landschaft, das Licht der Sonne und viele andere, bildtragende Elemente habe ich wiederum nur wenig bis keinen Einfluss. Das macht es, denke ich, spannender als Malen-nach-Zahlen. Stellvertretend für Trends.  Der geneigte Leser mag nun einwenden: “Unerhört! Auch die Landschaftsphotographie ist solchen ‘Trends” unterworfen!” Ja, das ist richtig im Sinne der Anklage. Jedoch möchte ich Einspruch erheben und verkünden, das auf seinem natürlichen Werdegang ein Bild einer Landschaft nur mit ihren vorhandenen Ressourcen und selbst unter Herbeiführung künstlicher Ressourcen wie fremdes Licht, sich ein Bild nie genau reproduzieren lässt. Sei es ein fehlender Baum, der Mangel an Blätter oder Gegenteil dessen. Ich zumindest sehe, blind wie ich bin, ein vielfaches an Variabilität und unbeeinflussbare Veränderungen außerhalb von menschgeschaffenen Orten und ihrer Wesenheiten.

Ein anderer, für mich bitterer Aspekt der Peoplephotographie ist jener, das der Mensch sich stets selbst zu inszenieren versteht und der Versuchung anheim fällt. Nur ein paar wenige Ausnahmen sind davor gefeit und wissen, das unsere großartige Galerie vor der Haustür mehr als nur Selbstinszenierung bieten mag. Der Krux an der Sache ist, meine Argumentation – insbesondere diese Abschließende – kann auch als Inszenierung gewertet werden.

Sei dies so. Stempel drauf.

– Kevin

p. s. Oder ist es ein Krieg gegen die Selbstinszenierung?