Künstliche Beschränkung durch analoge Photographie?

Der Trend zur analogen Photographie scheint immer stärker zu wachsen und wird an vielen Stellen unmittelbar aufgegriffen. Sei es in Zeitungen wie der „Photonews“ oder in verlinkten Beiträgen im Onlineportal „Heise-Foto“ (*1). Wenn ich mir die Beiträge anschaue, wird oft von Entschleunigung gesprochen. Sie soll – selbstverständlich – auch durch folgende Eigenheit entstehen: Der transportierte Film begrenzt die Zahl der Auslösung, im Vergleich zu heutigen Speicherkarten, rapide und der Photograph *muss* bewusster an seine Arbeit herangehen. Ein Löschen ist auch nicht einfach möglich vom Film.

Mir kam nun folgendes Gedankenexperiment: Ich nehme meine Kamera, die Bilder in der Größe von 22 – 30 MB produziert und kram in meinen alten Speicherkartenkisten nach 128 MB, 256 MB oder 512 MB SD-Karten herum. Schwupp! Habe ich auch nur eine sehr, sehr eingeschränkte Möglichkeit, Bilder abzuspeichern und muss nur noch die Selbstdisziplin aufbringen, kein Bild „zu löschen“ sondern damit zu leben: Karte (Film) voll!

Anderseits kann ich dann auch die Disziplin und Verlangsamung aufbringen, selbst bei einer 64 GB SD-Karte nur mit sehr wenigen Bildern in die heimischen vier Wände einzukehren. Wenn ich mich dem Akt der bewussten Bildgestaltung völlig hingebe, brauche ich eventuell auch keine „künstliche“ Beschränkung die mich dazu zwingt.

Ein verzwicktes Thema! Doch freut es mich, dass sich die analoge Photographie in einer Wiedergeburt befindet.

Liebe Grüße wünscht
Kevin.

(*1) Link zu c’t Foto: *klick hier, genau hier!*

Zu Besuch: Tharandter Wald

Grüße!

Die Tage hatten mich einige Videos vom YouTube User Selorius dazu animiert, mich öfter in der Gegend rund um Dresden blicken zu lassen. Was, soviel vorab, sich sehr lohnte! Hier in Brandenburg sind solche Höhenunterschiede und teilweise zerklüftete Strukturen eher nicht zu finden, wie sie in Sachsen zu finden sind. Doch nun ein paar Worte zum spontanen Ausflug im Januar des neuen Jahres!

Ein Tag zuvor hatte ich mir als Ziel die Ortschaft Edle Krone südwestlich von Dresden ausgesucht. So bin ich früh um sechs Uhr los und war froher Dinge! Der erste Zug schien pünktlich zu sein und der zweite – na? – selbstverständlich nicht! Ich hatte eine knappe Umstiegszeit von fünf Minuten und der Zug von Senftenberg nach Dresden Hauptbahnhof hatte, wie oft bei Zügen sobald sie große Ortschaften näherkamen, mit jedem Halt eine zusätzliche Minute Verspätung. Ärgerlich, doch nicht zu ändern. Ich sah meinen geplanten Zug zumindest noch abfahren, als ich vor der Tür stand. Lange Rede, kurzer Sinn: Umplanen. Ein kurzer Blick auf das Smartphone, auf die Karte und mögliche Verbindungen machten die Ortschaft Tharandt schmackhaft. Kurzer Einkauf im Netto vom Hauptbahnhof und los ging die Reise mit dreißig Minuten Verspätung an einem bewölkten, windigen Tag. „Zu Besuch: Tharandter Wald“ weiterlesen