Motive und die Suche nach Anleitung

Priwjet!

Kürzlich bin ich über ein Beitrag auf kwerfeldein.de gestolpert, welcher schon etwas älter ist und mein Interesse geweckt hatte. Im Beitrag ging es um die Nähe zu Motiven innerhalb der Landschaftsphotographie, die sich vor der eigenen Haustür fanden ließen und keinerlei großer Reise bedürften. Ein im Kern also interessanter Ansatz, der mir nicht gänzlich unbekannt war. Es kam jedoch gedanklich die Frage auf, da Starter im Netz häufig nach sogenannten Tutorials suchten oder es ihnen nach Inspiration für Motive durstete, diese dann bei YouTube und Distributionskonsorten fanden, sich nicht durch Selbige etwas in die Irre führen ließen und einer Enttäuschung anheim fallen könnten, alsbald die Inspiration der Motive (und Erklärungen) durch Videos oder Blogs, auf die harte Realität vor der eigenen Haustür traf.

Andererseits war dies natürlich auch eine Möglichkeit, sich eventuell schneller dem Prozess der Entwicklung hinzugeben, wenn die erwarteten Ergebnisse nicht den erhofften Ergebnissen entsprachen und die Anstrengungen nach Motivwahl und -suche zwangsweise gesteigert werden mussten. Von der Möglichkeit des “Hinwerfens” mochte ich nicht sprechen, da selbige stets keine gute Möglichkeit darstellen würde. Warum? Alles Schaffende an Werke ist beständig stets willkommen und bringt die Möglichkeit mit, sich aus den gleichfarbigen und gleichartigen Ergebnissen der Photographie zu befreien, wo andere Photographen zu häufig und zu schnell doch landen würden. Immer dann, wenn die Kasse ab einem bestimmten Punkt regelmäßig Einnahmen an den durstigen Strand spülte und Experimente zum gefährlichen Wagnis wurden. Hier wurde dann gerne abgewogen, ob Experiment oder finanzielle Sicherheit und Mehrung des Geldes dem Schaffenden wichtiger war. In einer von Geld durchsetzten, pathologischen Welt überwog dann – wenig verwunderlich – die zweite Waagschale. Die finanzielle Sicherheit.

Doch war es nicht gerade für Schaffende wichtig, sich dem Experiment hinzugeben? Sich als Schaffender von allen Ketten zu befreien und künstlerisch umzusetzen, was einem im Kopf herumschwirrte? Sich gerade nicht dem Fließband hinzugeben, an welchem schon viele, viele leere Hüllen Schaffender roboterhaft sitzen, das Fließband preisen und auspreisen lassen? Die Kunst bedarf, so wieder mein Gedanke dazu, eines Motors der ständigen Unruhe. Eine Unruhe die Gleichmacherei zu verhindern und bekämpfen wusste.

Raus also vor die eigene Haustür und auf in Richtung Motiv! Nicht krampfhaft, sondern frei von den Ketten des Gleichnisses und fort von Videos und Tutorials, die einem bereits ein Bild – das eine, selbsttragend wahre Bild eines Einzelnen oder einer Gruppe – einimpfen wollten.

Das gilt selbstredend auch für meine Beiträge!

Kunst und Lehre wünscht
Kevin Xyndrac.

Zoom und Prime, Alt und Modern

Liebe Leute!

Ich habe heute kurzfristig ein sehr altes Teleobjektiv spontan gegen ein im Vergleich dazu modernes Zoom antreten lassen das am oberen Ende die gleiche Blende besitzt. Anfangs dachte ich, da beide aus heutiger Sicht schon alt sind, das ein Prime-Objektiv mit 4 Linsen im System gegen ein Zoom mit 14 Linsen im System und zu der Zeit moderneren Herstellungsverfahren keine Chance haben wird.

Tja, falsch gedacht. Das einfache Teleobjektiv mit nur 4 Linsen produziert zwar fiese CAs bei Offenblende, bleibt jedoch “scharf”. Das Zoom am gleichen Ende seitens Brennweite ist etwas weniger “scharf”, dafür bis in die Ecken gleichmäßig. Das 4 Linser verliert in den Ecken mehr.

Nun habe ich somit zwei Objektive die ganz speziell mal hier, mal dort Punkten. Auf Reise kommt jedoch die Primelinse, da ich CAs gut korrigieren kann und es im Zentrum mehr als genug leistet und die Ecken jetzt nicht derart wichtig sind für meine Bilder.

Jetzt fragt man sich vermutlich die ganze Zeit, um welche Objektive es sich handelt. Nun, da ich Werbung und Herstellererwähnungen doof finde, bleibt das vorerst aus.

Festzuhalten ist: Etwas das tendenziell sehr alt ist, muss gegen etwas modernes nicht unbedingt verlieren. Es lohnt sich stets zu gegen und die eigenen Prioritäten zu sortieren.

Liebe Grüße

Kevin.

Experimente und Selbstdarstellung

Hello again!

Ich habe mittlerweile an die Stunde Videomaterial zusammengesammelt und im Hinterkopf stets das Ziel gehabt: Wird Zeit für ein neues Video. Soweit ist es jedoch nie gekommen bisher und das lag meist daran, das ich mit meinem Quellmaterial bei der Sichtung daheim unzufrieden war. Es fehlte dieser “Kick” den ich mir von Videos irgendwie wünsche.

Das heißt, weiter am Stil und Möglichkeiten feilen und zusehen, das es irgendwie einen Fortschritt gibt, nicht?

Ganz umsonst waren die ganzen Tage jedoch nicht. Ich fand auf einer unbekannten Wanderroute einen interessanten Nebenpfad und irgendwie fehlte selbigen etwas. Wechselhaftes und schwieriges Licht war durchaus vorhanden und ebenso diverse Texturen. Irgendwie hab ich noch nicht das gefunden, womit ich absolut zufrieden wäre und ein Zwischenfazit sieht wie folgt aus:

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[Zukunft] Wie es weitergehen KÖNNTE

Hallo, Hallo!

Folgender Gedanke: Aktuell habe ich in meinem Studiengang die Kurse in Richtung Medien ausgelegt. Dabei beschäftigen wir uns mit vielen Aspekten eines Mediums (aktuell Film) und es stellt sich mir die Frage: “Kann ich das nicht versuchen weiterzuvermitteln?”

Soll heißen, das hier im Blog und auf meinem amateurhaften YouTube Kanal in Zukunft auch Aspekte der Filmsprache behandelt werden wollen. Das mag angehenden Photographen, Cinematographen und vielleicht auch weitere Interessierte finden. Wenn nicht, dann nicht. Was haltet ihr davon?

Dabei geht es beispielsweise um die Perspektive, die Position im Bild. Weitere Stichworte wären hier “Mise-en-scène” sowie “Mise-en-cadre”, Farbe und Sättigung, Licht und Schatten. Die Lektüre, Seminare und Vorlesungen sind ziemlich umfangreich und mir kann diese Form der Reflektion auch helfen, es selbst besser zu verinnerlichen. Auch in Vorbereitungen auf die Klausuren später im Verlauf vom aktuellen Semester.

Nächster Schritt: Lokationsuche (ja, mit “k” für das deutsche Lokation) und ein kleines Drehbuch erstellen.

Grüße wünscht
Kevin.

Warum ich “Altglas” heute nicht empfehlen kann…

Greetings!

Animiert durch ein Video von akigrafie (*1) und einer Aussage zum Thema Altglas im selbigen, fühle ich mich im positiven Sinne dazu genötigt, einen kleinen Beitrag zur Thematik zu verfassen.

Für diejenigen, die mit “Altglas” nichts anfangen können sei kurz gesagt: Das sind Objektive vergangener Zeiten. Überwiegend manuell zu nutzen und an heutigen Kamerasystemen meist nur über Adapter überhaupt zu gebrauchen.

Warum ich für diese, teilweise guten Objektive keine Empfehlung mehr aussprechen kann? Die Preise auf eBay und selbst auf Flohmärkten sind über die Jahre explodiert. Jene Objektive, die alles bieten was man sich eventuell wünscht in Sachen Abbildungsleistung, sind vom Preis her nahezu auf einer Linie mit aktuellen Objektiven für das jeweilige System. Andere sind, weil Sammlerobjekte, teilweise sogar um ein vielfaches teurer. Selbst viele Geheimtipps, die auch auf einem 16+ Megapixelsensor etwa hervorragende Arbeit leisten, sind im Preis öfters unattraktiv. Es bedarf mittlerweile mehr Glück und einer hoffentlich nicht zu vagen Angebotsbeschreibung, um sich mit “Altglas” einzudecken, das die eigenen Wünsche zufriedenstellend erfüllt.

Während des Schreibens dieser Zeilen, hatte ich gar überlegt, die noch sehr wenigen “Geheimtipps” an Objektivhersteller alter Zeiten zu nennen, die viel Freude bereiten können. Dann aber wurde mir bewusst, ein in seinen Grundfesten durchaus löblicher Ansatz, würde diese Preisentwicklung nur anheizen. Ein Krux mit dieser Welt aus Geld, oder?

Liebe Grüße wünscht
Kevin.

(*1) YouTube Beitrag von akigrafie: “Das solltest du wissen, bevor du eine Sony A7 III kaufst.”