Die Sache mit Touristen

Hallo, Freunde der Aufklärung!

Die Tage hatte es mich wieder in die sächsische Schweiz geführt! Genauer am vergangenen Sonntag. Ich war nun schon einige Sonntage drüben, auch bei gutem Wetter, um ein paar Bilder kleiner Waldbewohner zu schießen. Doch dieses Mal war es so ziemlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Warum genau?

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es einen derart großen Ansturm auf diese Region gibt. Unterwegs vom Hauptbahnhof Dresden dachte ich noch: “Hey, cool! Knapp siebzig Touristen bemerken nicht, dass sie am falschen Gleis stehen. In Bad Schandau.” Die Linie S1 fiel aus und es gab eine Alternative. Kannten wohl nur Insider.

In Schmilka angekommen ein kleines Bild des Grauens.

Hunderte lautstarke Touristen! Gut oder nicht gut. Bedeutete für mich also strammen Schrittes durch die Ortschaft marschieren und bei erster Gelegenheit ein Nebenpfade gesucht. Alles im Eiltempo. Wird ja schon klappen. Doch nein, egal wie viele Nebenpfade ich einschlug, egal welche einsame und dunkle Ecke ich aufgesucht hatte, es dauerte meist im Schnitt knapp fünf Minuten bis irgendwer vorbeikam und oder blieb. Platzkampf halt. Jeder suchte Ruhe und gleichzeitig sorgte jeder für Unruhe. Insbesondere Gruppen und ganz besonders die Bergsteiger die durch die ganze Region schreiend Anweisungen geben müssen. Schade das noch niemand eine Möglichkeit entwickelt hat, sich über Funk zu verständigen. Wie man es aus SciFi Büchern kennt.

So ließen sich letztlich keine Bilder schreckhafter kleiner Bewohner erstellen. Hab mich also am Ende in eine Ecke zurückgezogen, die ich meiner eigens entwickelten “Kategorie D” zuordnen möchte. Sprich, gefährlich für Kinder, alte Menschen und Nicht-Kenner. Meine Ausrüstung machte zum Glück bei der Aktion kein Flug von hundert Meter abwärts und ich hatte etwas Ruhe.

So blieb ich dort eine Ewigkeit ohne Bilder zu machen und kam am Ende des Tages mit effektiv zwei Bilder zurück. Shame.

Die “Heilige Stiege” war besonders überfüllt. Dort von einem Nebenpfad ankommend, war es an der Zeit sich wie auf einer Straße mit Reißverschlussverfahren einzuordnen. Übel auch wieviel Müll sich abermals sammelte, der am Wochenende zuvor noch nicht dort war. Ich kenne ja meine Strecken.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um, wenn die eigene Spezies jedes Vorhaben zu nichte macht, doch man selbst zu gern raus wollte? Ziele hat?

Die Bilder sind im übrigen mobil “entwickelt”. Können also sehr meh aussehen. Der Beitrag ist auch mobil verfasst. Hoffentlich war die Autokorrektur gütlich.

– Kevin