[Buchempfehlung] Die Werbung ist ein lächelndes Aas

Aufgrund folgender Untaten eröffne ich hiermit den Nürnberger Prozess gegen die Werbung:

Verschwendung von Unsummen
Soziale Nutzlosigkeit
Lüge
Verbrechen gegen die Intelligenz
Heimliche Verführung
Verherrlichung der Dummheit
Ausgrenzung und Rassismus
Verbrechen gegen den Inneren Frieden
Verbrechen gegen die Sprache
Verbrechen gegen die Kreativität
Hemmungsloses Ausplündern

  • – aus „Die Werbung ist ein lächelndes Aas“ von Oliviero Toscani (1996), Mannheim: Bollmann Verlag

Mit jenen markanten Worten beginnt das zweite Kapitel im Buch von Toscani und ich muss gestehen, das ich es nicht nur einmal gelesen habe. Insbesondere seit Beginn des Studiums und weiterer Lektüre wird einem umso bewusster, auf welchem Pfad sich ein jeder bewegen mag.

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[Philo] Doch „nur“ ein Tier?

Musik, Malerei und Sport – Spiel und Imponieren
Sprache, Denken und Selbstreflexion – Planung
Forschen und Bauen – Werkzeuge
Konflikt und Ausgrenzung – Beute

Der geneigte Leser mag sich nun fragen, was diese fast schon wahllose Aneinanderreihung von Wörtern bezwecken mag. Die Antwort dazu vermag ich selbst nicht so richtig geben zu können. Es ist ein Gedanke, eine Verkettung die mich seit Wochen nun beschäftigt. Hintergrund ist die Lektüre philosophischer Texte und wissenschaftlicher Arbeiten durch die Universität und die oft betonte, meist gemeinte, selten unterdrückte Umschreibung der Überlegenheit des Menschen gegenüber der Tierwelt. Weil wir ‚denken‘ können wir dies oder das. Weil wir denken, sind wir. Diese Reihe „überragend wirkender „menschlicher“ Eigenschaften ließe sich nahezu endlos fortsetzen.

Worauf ich am Ende hinaus möchte ist jedoch die Frage, ob all diese Eigenschaften nicht am Ende doch nur eine, überwiegend von uns selbst wunderbar ausgestaltete, rein tierische Eigenheiten sind? „[Philo] Doch „nur“ ein Tier?“ weiterlesen